AlG-II-Empfänger dürfen mehr hinzuverdienen

Zum 1.7.2011 sind die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Arbeitslosengeld-II-Empfänger etwas erweitert worden.

Bei einem Einkommen aus Erwerbstätigkeit zwischen 100 und 1.000 Euro werden statt zehn jetzt 20 Prozent als Freibetrag nicht angerechnet. Im Übrigen bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach Einkommen bis 100 Euro komplett anrechnungsfrei sind und bei Einkünften über 1.000 Euro (bis zur Höhe von 1.200 Euro bzw. 1.500 Euro für Haushalte mit Kindern) ein Freibetrag i.H.v. zehn Prozent der Einkünfte besteht.

Unser Kommentar:

Ein wirklicher Anreiz sind die Freibeträge nicht, dass der Arbeitslose eigenes Arbeitseinkommen erwirbt. Die Freibeträge werden vermehrt genau auf sie zugeschnittene  prekäre Arbeitsverhältnisse schaffen oder Schwarzarbeit.  Der bürokratische Aufwand für Berechnung und Kontrolle kostet den Jobcentern möglicherweise mehr als sich an Anrechnungsgewinnen ergibt.

Ähnliche Beiträge

Sozialversicherungsfreiheit und Entgeltumwandlung

Publiziert am unter ,

Am 08.11.2007 hat der Bundestag das Gesetz zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung verabschiedet und der Bundesrat hat am 30.11.2007 zugestimmt. Neben der entsprechenden Steuerfreiheit bei der Entgeltumwandlung soll nun mit der unbefristeten Sozialversicherungsfreiheit eine dauerhafte Grundlage für die betriebliche Altersversorgung geschaffen werden.Weiterlesen

Schwarzgeld nachberechnet

Publiziert am unter ,

Der Grundsatz, wonach bei Schwarzgeldabreden ein Nettoarbeitsentgelt als vereinbart gilt, aus dem die Bruttovergütung für die Sozialversicherungsbeiträge hoch gerechnet wird, gilt nur im Sozialversicherungsrecht. Er gilt nicht im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, so das Bundesarbeitsgericht im Urteil vom 17.3.2010.Weiterlesen

Sozialversicherung 2008

Publiziert am unter ,

Das Bundeskabinett hat am 17.10.2007 die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2008 beschlossen. Die Verordnung bestimmt die für das Versicherungs-, Beitrags- und Leistungsrecht in der Sozialversicherung maßgeblichen Rechengrößen, so etwa die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung. Die Neuregelung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats und soll am 1.1.2008 in Kraft treten.Weiterlesen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unseren Datenschutzbestimmungen zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen