Verlängerung der konjunkturellen Kurzarbeit

Wird im Jahr 2010 mit konjunktureller Kurzarbeit begonnen, zahlt die Bundesagentur für Arbeit  bis zu 18 Monate lang Kurzarbeitergeld. Das hat das Bundeskabinett am 25.11.2009 ergänzend beschlossen. Ohne diese Verordnung würde ab dem 1.1.2010 wieder die gesetzliche Bezugsfrist von sechs Monaten gelten.

Unternehmen, die im Laufe des Jahres 2009 mit Kurzarbeit begonnen haben oder beginnen, kommt allerdings noch eine Bezugsfrist von 24 Monaten zugute.

Fortgeltung der Erleichterung bei den Sozialabgaben
Durch die neue Verordnung unberührt bleiben die im Zuge der Konjunkturmaßnahmen der Bundesregierung beschlossenen Erleichterungen der Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt daher weiterhin für die ersten sechs Monate der Kurzarbeit die Hälfte der Sozialabgaben, bei Weiterbildungsmassnahmen sogar ganz. Ab dem siebten Monat werden sie komplett für die Kurzarbeiter übernommen. Diese Entlastung ist allerdings bis zum 31.12.2010 befristet. Ab 2011 müssen Arbeitgeber daher voraussichtlich wieder in vollem Umfang selber für die Sozialbeiträge auf das Kurzarbeitergeld aufkommen.

Voraussetzungen für das konjunkturelle Kurzarbeitergeld
Konjunkturelles Kurzarbeitergeld wird gezahlt, wenn in Betrieben oder Betriebsabteilungen die regelmäßige betriebsübliche Arbeitszeit infolge wirtschaftlicher Ursachen vorübergehend und nicht vermeidbar in erheblichem Umfang verkürzt wird. Das Kurzarbeitergeld i.H.v. 60 bzw. 67 Prozent (für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind) des Gehalts wird vom Arbeitgeber an die betroffenen Arbeitnehmer ausgezahlt.

Ähnliche Beiträge

Beitragssenkung in der Arbeitslosenversicherung und längere Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I

Publiziert am unter ,

Der Bundestag hat am 16.11.2007 den Beschlüssen der Regierungskoalition zur Absenkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zugestimmt. Die Beiträge sollen ab dem 1.1.2008 von bisher 4,2 auf 3,3 Prozent fallen. Der Bundestag hat außerdem in einer Entschließung festgelegt, dass die Arbeitslosengeld-I-Bezugsdauer für ältere Arbeitslose auf bis zu zwei Jahre verlängert werden soll.Weiterlesen

Aufhebungsvertrag-Sperrzeit nicht zwingend

Publiziert am unter ,

Arbeitnehmer, die mit ihrem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag abschließen, laufen Gefahr, dass bezüglich der Zahlung von Arbeitslosengeld eine Sperrfrist von bis zu 12 Wochen angeordnet wird, also für diesen Zeitraum kein Arbeitslosengeld gezahlt wird. So wurde es jedenfalls durch die Agenturen für Arbeit regelmäßig praktiziert. Das hat sich leicht geändertWeiterlesen

Ist Kurzarbeit erzwingbar?

Publiziert am unter , ,

Die Anordnung von Kurzarbeit bedarf einer Rechtsgrundlage. Für tarifgebundene Arbeitsverhältnisse wird diese Option oft in Tarifverträgen geregelt. Ebenso besteht die Möglichkeit einer Betriebsvereinbarung in Betrieben mit einem Betriebsrat. Schliesslich kann man die Anordnung von Kurzarbeit in den einzelnen Arbeitsverträgen vereinbaren. Schwierig wird es, wenn alle drei Möglichkeiten nicht gegeben sind.Weiterlesen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unseren Datenschutzbestimmungen zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen